Mehr als Worte – Wirksamkeit von Sprache und ihr Beitrag zur Chancengleichheit

Sprache gilt als unser wichtigstes Kommunikationsmedium. Sie ermöglicht es uns Gedanken, Gefühle und Einstellungen zum Ausdruck zu bringen, Situationen und Dinge zu beschreiben und somit Wirklichkeiten abzubilden. Mit Sprache erzeugen, modifizieren und festigen wir aber auch Wirklichkeiten: Eingebettet in einen kulturellen Kontext, nehmen wir mit Sprache Zuschreibungen und Bewertungen vor und transportieren dabei bewusst und unbewusst gesellschaftlich geteilte Normen und Werte. Seit den 1970er Jahren bis heute spielen diese Erkenntnisse in der Gleichstellungsarbeit eine zentrale Rolle. Mit der Umsetzung einer gendersensiblen Sprache bzw. geschlechtergerechten Sprache verbindet sich der Anspruch, dass kontextbezogen sowohl neutrale als auch weibliche und männliche Anredeformen und Bezeichnungen verwendet werden. Diese fördern zum einen die sprachliche Vielfalt und tragen zum anderen dazu bei, Frauen und Männer sprachlich gleichermaßen sichtbar zu machen und Stereotypen und Klischees entgegenzuwirken. Der Vortrag nähert sich der Thematik aus einer wahrnehmungspsychologischen Sicht. Veranschaulicht an Praxisbeispielen werden die Wirkmechanismen von Sprache, der Mehrwert und die Herausforderungen sowie die Bestrebungen der Thüringer Hochschulen zur Umsetzung einer gendersensiblen Sprache aufgezeigt.

Details

Start:
6. December 2019, 15:00 o'clock
Location:
Faraday-Hörsaal im Faradaybau
Address:
Weimarer Straße 32
98693 Ilmenau
Germany