Weniger ist manchmal mehr - Von der Mikro-Nano-Integration zur passiven Sensorik

Wer den Klassiker „Modern Times“ von Charly Chaplin kennt, in dem er mit den großen Maschinen kämpft, der erlebt Anfang des 21. Jahrhunderts das „Weniger ist mehr“: Nanostrukturen weisen oft ganz überraschende Eigenschaften auf. Mal sind sie für Wärmestrahlung besonders durchlässig, dann wieder undurchdringlich, emittieren dafür aber gut. Beides kann z.B. genutzt werden, um Stoffe oder Gase zu analysieren, aber auch um präzise und schnell die Körpertemperatur zu messen. Sehr wenig Material sorgt für diese besonderen Eigenschaften. Ein relativ junges Feld sind sogenannte 2D-Materialien, bei denen die Schichten nur aus wenigen Atomlagen bestehen. Dort wird z. B. das als Schmiermittel bekannte Molybdändisulfid zum Halbleiter. Auch hier ist weniger mehr: nur die dünnen Schichten erlauben Elektronik-Komponenten auf z. B. Folien.
Weniger kann aber auch weniger Energie bedeuten: Zur Speicherung von Extremwerten, Integralen oder Zählerständen benötigt man nicht zwingend elektrische Energie: Mikromechanik tut es auch, und zwar sehr zuverlässig und über lange Zeit. Auslesen geht dann doch elektrisch: mit einem kleinen Reader. Und auch Lebensmittel sind manchmal gute Sensoren ... vielleicht ersetzen sie bald das Mindesthaltbarkeitsdatum durch eine echte Information zum Zustand.
Begeben Sie sich auf eine Reise in das „Weniger ist mehr!“, das sich überall in unserem Leben schon heute wiederfindet.

Details

Start:
18. October 2019, 15:00 o'clock
Location:
Faraday-Hörsaal im Faradaybau
Address:
Weimarer Straße 32
98693 Ilmenau
Germany