Charleston, Bubikopf und neues Wohnen – Die Zwanziger

Wie lebte man in der Weimarer Repulik und wie golden waren die Zwanziger?

Auto, Flugzeug, Telefon, Radio, Tonfilm, Elektrizität, all das brachte seinerzeit eine nie dagewesene Reizüberflutung für die Menschen mit sich. Eigentlich sehnen sie sich nach dem Chaos des 1.Weltkrieges nach ein bisschen Normalität und Struktur. Das Kaiserreich ist wie ein Kartenhaus zusammengefallen, nichts ist mehr so wie es war. Die Nationalversammlung tagt in Weimar und beschließt die erste demokratische Verfassung – 7 Monate Ausnahmezustand in der Provinz!
Frauen dürfen jetzt nicht nur wählen und gewählt werden, sie dürfen auch rauchen, sind berufstätig, tragen Hosen und Bubikopf und verunsichern die männerdominierte Welt mit ihrem Spiel zwischen den Geschlechtern.
Die neue Regierung hat zum ersten Mal das Recht auf eine menschenwürdige Wohnung in die Verfassung aufgenommen. Licht, Luft und Sonne heißt jetzt die Devise. Der soziale Wohnungsbau entsteht. Nicht nur das Bauhaus denkt über die bezahlbare Kleinstwohnung nach.
Die goldenen Zwanziger machen Amerikas Kultur zum Leitbild, man tanzt Charleston und hört Jazz, man gibt sich wild und provokant. Ein kurzes Aufbäumen bevor die Weltwirtschaftskrise diese Entwicklung jäh beendet.

Details

Start:
15. November 2019, 15:00 o'clock
Location:
Faraday-Hörsaal im Faradaybau
Address:
Weimarer Straße 32
98693 Ilmenau
Germany