Der Wirtschaftsinformatiker, Professor Ricardo Büttner, der an der Hochschule Aalen Data Science lehrt, baut derzeit eine Arbeitsgruppe für Machine Learning auf. Unterstützt wird er durch das Förderprogramm EXPLOR der Stiftung Kessler + Co. für Bildung und Kultur aus Abtsgmünd.
Eine Professur für Data Science an der Hochschule Aalen – das war für Ricardo Büttner vor mehr als dreißig Jahren jenseits aller Vorstellungskraft. Seineberufliche Zukunft war im Volkseigenen Betrieb Kombinat Mikroelektronik Karl Marx Erfurt vorgesehen. So war der Plan.
An der TU Ilmenau studierte er Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen und beschäftigte sich schon während des Studiums mit Neuroinformatik und Machine Learning, einer speziellen Methode der Informationsverarbeitung. Diese lehrt Maschinen sozusagen das Lernen. Sie nutztneuronale Netze – eine Art künstliches Abstraktionsmodell des menschlichen Gehirns – sowie große atenmengen.
Nach seinem Uni-Abschluss stieg Prof. Dr. Ricardo Büttner bei BMW ein und entwickelte dort zunächst ein Controlling- und Informationssystem fürs Intranet. Insgesamt arbeitete er neun Jahre für den Automobilkonzern in verschiedenen Funktionen und promovierte berufsbegleitend.
Doch der Gedanke, in die Hochschulwelt zurückzukehren und sich verstärkt der Forschung zu widmen, ließ ihn nicht los. „Forschung hat mich immer fasziniert. Etwas Neues herauszufinden, was vorher noch keiner geschafft hat, das treibt mich an“, sagt der Informatiker. Doch die reine Forschung als Selbstzweck ist nicht sein Ding. „Am Ende muss ein Produkt stehen, die Anwendungsorientierung finde ich sehr wichtig.“ Da kam die Ausschreibung einer Data Science-Professur im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Aalen vor zwei Jahren gerade recht.
Lesen Sie den ausführlichen Beitrag der Hochschule Aalen, Technik und Wirtschaft (Pressestelle).

Foto: © Hochschule Aalen | Jan Walford

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Alumnibeauftragte TU Ilmenau

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