„Ziel ist die Herstellung eines künstlichen Blattes“

Das taucht man praktisch einfach ins Wasser, und es erzeugt dann ohne Verbindung nach außen einen Brennstoff, sobald Sonnenlicht darauf fällt. Wie das geht, erklärt Professor Thomas Hannappel, Fachgebietsleiter des Fachgebietes Grundlagen von Energiematerialien an der TU Ilmenau im Interview des BMBF vom 24.06.2020.

Im BMBF-geförderten Projekt DEPECOR geht es um die Fest-Flüssig-Grenzfläche und die Katalyse. Pflanzen erreichen bei der Photosynthese Effizienzen im Bereich von etwa einem Prozent. Das kann heute prinzipiell viel besser mit sogenannten Halbleitermaterialien erzeugt werden. Wie in der Natur wird Sonnenlicht nacheinander ausgebeutet: Erst der hochenergetischere blaue Teil und anschließend der niederenergetischere rote und auch infrarote Teil. So eine Anordnung nennt man dann Tandemanordnung oder auch Multiabsorberanordnung. In DEPECOR wird ein systemischen Ansatz verfolgt, bei dem auch in der Photovoltaik bereits etablierte hocheffiziente Teilsolarzellen eingesetzt werden.


Das Projekt „DEPECOR- Direkte effiziente photoelektrokatalytische CO2 Reduktion“ ist Teil der Fördermaßnahme „CO2 als nachhaltige Kohlenstoffquelle – Wege zur industriellen Nutzung (CO2-WIN).
Mit der Maßnahme unterstützt das Bundesforschungsministerium Projekte, die Kohlendioxid als Rohstoff für die deutsche Wirtschaft nutzbar machen. Es werden 12 Forschungs- und Entwicklungsverbundprojekte mit insgesamt rund 27 Millionen Euro für drei Jahre gefördert. Die Projekte starteten am 01.02.2020. Neben der künstlichen Photosynthese werden Projekte zur Mineralisierung und zur chemischen, elektrochemischen und biotechnologischen Umwandlung von CO2 gefördert. Näheres zur Fördermaßnahme finden Sie unter www.co2-utilization.net

Previous item Next item

Contact person

Monika Schoß

Alumnibeauftragte TU Ilmenau

monika.schoss@tu-ilmenau.de