Forschungsprojekt „FASS – Fast and selective Switching“


In einem großen Verbundprojekt entwickelt die TU Ilmenau mechanische Schutzschalter für elektrische Geräte und Anlagen, die auf der Basis von Gleichstrom arbeiten. Bisher basiert das Stromnetz in Deutschland weitestgehend auf Wechselstrom, im Zuge der Energiewende verwenden aber immer mehr Geräte Gleichstrom: Photovoltaikanlagen auf Hausdächern, Elektroautos oder auch Ladestationen für Handys.
Zu ihrer Absicherung werden nun neuartige Schutzschalter benötigt, denn die bisher gebräuchlichen Schalter nutzten die Eigenschaften von Wechselspannung. Das Forschungsprojekt „FASS – Fast and selective Switching“ – zu Deutsch: schnelles und selektives Schalten – wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an der TU Ilmenau mit 1,3 Millionen Euro für drei Jahre gefördert.

Die experimentelle Grundlagenforschung, die nötig ist, um innovative Schutzschalter entwickeln zu können, wird nun im Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen der TU Ilmenau unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Frank Berger durchgeführt. Begleitet von den Fachgebieten Werkstoffe der Elektrotechnik unter Leitung von Professor Peter Schaaf sowie des Fachgebietes Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik unter Leitung von Professor Thomas Hotz bietet die Universität nicht nur Know-how in Schaltgerätetechnik, sondern ebenso über Veränderungen von Materialien durch Schaltvorgänge und in Datenanalyse. Die Aufgabenstellung der Ilmenauer Wissenschaftler ist klar, nun stehen drei Jahre harter Grundlagenforschung vor ihnen, um das Verhalten von Lichtbögen in Abhängigkeit eines starken Magnetfeldes zu erforschen – die Basis für einen funktionsfähigen Modell-Schutzschalter im Zeitalter der Energiewende.

Koordiniert wird das FASS-Projekt von der E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH aus Altdorf bei Nürnberg, dem Weltmarktführer von Geräteschutzschaltern. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig bringt ihre Expertise in der Messtechnik ein. Unterstützt werden die drei Forschungspartner vom Kompetenzzentrum für Elektrische Kontakte Ilmenau (KEKI) – neben der E-T-A GmbH die Unternehmen SIEMENS, Doduco und Heraeus.

weitere Informationen unter TU Ilmenau - NEWS

Kontakt:
Prof. Frank Berger
Leiter Fachgebiet Elektrische Geräte und Anlagen
TU Ilmenau
Tel: +49 3677 69-2837
E-Mail: frank.berger@tu-ilmenau.de


Grafik: Theoretischer Aufbau eines mechanischen Schutzschalters © TU Ilmenau/Matthias Streck
Foto: Zusammenkunft aller Projektmitarbeiter zur Kick-off-Veranstaltung des FASS-Projekts © TU Ilmenau

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Contact person

Monika Schoß

Alumnibeauftragte TU Ilmenau

monika.schoss@tu-ilmenau.de